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Thomas Schaaf soll Werder retten

Für das letzte Spiel der Saison (und womöglich die Relegation gegen den Zweitliga-Dritten) hat Werder Bremen anstelle von Florian Kohfeldt Thomas Schaaf auf den Trainerstuhl gehievt. Der Routinier ist eine Bremer Institution (262 BL- Einsätze für den SVW als Spieler, 479 als Trainer), seine Trainer-Bilanz gegen Borussia Mönchengladbach, den Gegner der Norddeutschen am letzten Spieltag, ist positiv (11-7-7).

Der „ewige“ Schaaf (1978 bis 2016)

Wolf übernimmt Bayer

Das kam nicht mehr überraschend: Bayer Leverkusen hat Cheftrainer Peter Bosz mit sofortiger Wirkung freigestellt. Es ist die Reaktion auf die Ergebnisse der Mannschaft in den letzten Wochen mit dem Ausscheiden aus Europa League und DFB-Pokal sowie vielen Bundesliga-Pleiten (siehe oben), zuletzt ein 0:3 bei Hertha BSC. Acht Punkte holten die Rheinländer nur in den letzten neun BL-Partien. Auf Rang sechs haben sie sieben Zähler Rückstand auf einen Champions-League-Platz. Unten: die Bosz-Trainer-Bilanzen in der Bundesliga. Hannes Wolf (39), zuletzt Trainer der deutschen U18-Auswahl, wird Bayer in den letzten acht Saisonspielen betreuen und dabei von Peter Hermann (69) als Co-Trainer Unterstützung erfahren. Hermann hat unter anderem eine Nürnberger Vergangenheit als Co-Trainer unter Michael Oenning; noch im Sommer 2019 hatte ihn der Club als Berater oder Technischen Direktor zurückholen wollen. „Angesichts der fußballerischen Entwicklung in den vergangenen Wochen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Trennung von Peter Bosz nicht mehr zu umgehen ist“, erklärte Bayers Sport-Geschäftsführer Rudi Völler: „Das 0:3 am Sonntag war leider bezeichnend, unsere Mannschaft ist zuletzt immer wieder in dieselben Muster verfallen. Wir haben es nicht geschafft, die sich wiederholenden Fehler abzustellen.“ „Hannes Wolf hat sich schon als sehr junger Trainer eindrucksvoll bei großen Klubs in Szene gesetzt – besonders überzeugend durch den Bundesliga-Aufstieg mit dem VfB Stuttgart“, betonte Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes. 2017 war der gebürtige Bochumer Wolf mit dem VfB aufgestiegen. Nach 20 Erstligaspielen (Rang 14) und einem 0:2 gegen Schalke war dort Ende Januar 2018 für ihn Schluss. Es folgte ein kurzes Engagement beim Hamburger SV in der 2. Liga (24 Spiele in der Saison 2018/19 - Vierter). Peter Hermann war als Spieler, Co- und Interimstrainer insgesamt 29 Jahre lang für Bayer Leverkusen tätig. „Für mich schließt sich ein Kreis. Ich bin wieder dort, wo meine Fußball- Karriere richtig Fahrt aufgenommen hat und wo ich mich einfach zu Hause fühle“, sagte er.
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